
Schwebfliege (24.05.2008)
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Dieses Insekt ist mir sofort aufgefallen aufgrund seiner Größe, der gestreiften Flügel und des glatten Hinterleibs (Abdomen) mit auffälligen Querstreifen. Da ich sofort die roten Facettenaugen sah, wusste ich gleich, dass es sich hierbei um eine Fliegenart handelte.


Schwebfliege (24.05.2008)
Georg C. McGavin beschreibt in seinem handlichen Insektenführer, dass Schwebfliegen, hierbei handelt es sich nämlich um eine dieser Schwebfliegen, zwar wespen- oder bienenartig aussehen, aber anders fliegen. Schwebfliegen können, wie der Name andeutet, in der Luft schweben (stehen) und sogar rückwärts fliegen (vgl. McGavin: 2006, S. 138). Im Lehrbuch der Entomologie von Konrad Dettner und Werner Peters finde ich den Hinweis, dass Schwebfliegen zusammen mit Marienkäfern und Blumenwanzen eine effektive Gemeinschaft bilden, die sich von Blattläusen bzw. diversen Primär-, Sekundär- und sogar manch Tertiärparasitoiden * ernähren (vgl. DETTNER, Konrad; PETERS, Werner: 10/2003, S. 502).
* “Sekundär-, Tertiär- o. Quartärparasitoide befallen Wirte, die bereits von
einem bzw. 2 oder 3 verschiedenen Parasitoiden-Arten befallen sind.” (Quelle: Siehe unter “Benutzte Literatur“)

Daneben gehören gerade solche Schwebfliegen zur Gruppe der bestäubenden Tiere.

Schwebfliege (24.05.2008)
Ameisen, beispielsweise, fressen auf Blüten und halten sich häufig auf ihnen auf, bestäuben sie jedoch nicht.

Ameisen & Blattläuse (24.05.2008)
Sie gehören daher zu den dystropen Blütenbesuchern. Dann gibt es die Gruppe der allotropen Blütenbesuchern, die rein zufällig bestäuben können.


Scheinbockkäfer (09.05.2007)
Es gibt z. B. viele Bockkäfer, die sich auf Blüten aufhalten, aber kein spezifisches Verhalten zeigen, bestäuben zu wollen.


Scheinbockkäfer (12.05.2007)

Rothalsbockkäfer (29.06.2007)
Erst die hemitropen Blütenbesucher sind echte Bestäuber, zu denen die Schwebfliege gehört. Zusammen mit vielen Schmetterlingen und Hummelschwebern bilden sie eine große Gruppe von bestäubenden Insekten, die dann nur noch von den hochspezialisierten Bestäubern übertroffen werden. Zu ihnen gehören die Apiden (Honigbienen, Hummeln) und Sphingiden (Schwärmer, Familie der Schmetterlinge) und werden als eutrope Arten bezeichnet (vgl. DETTNER, Konrad; PETERS, Werner: 10/2003, S. 515).
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Benutze Literatur:
DETTNER, Konrad; PETERS, Werner (Hrsg.): Lehrbuch der Entomologie. Heidelberg, Berlin: Spektrum Akademischer Verlag, 2. Auflage, 10/2003, S. 502, S. 515 .
McGavin, George C.: Insekten & Spinnentiere. 700 Arten aus ganz Europa. Starnberg: Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2006, S. 138.
Autor & Titel unbekannt:
http://www.lifeandscience.de/fileadmin/ downloads/referate/biologie/Gallen_an_Eichenblaettern.pdf
S. 12, Pdf-Datei gelesen am 24.05.2008.