Schwarzgelber Blutbär bzw. Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae)

Der Blutbär ist nicht wirklich so blutrünstig, wie der Name vielleicht andeuten mag. Und erst recht ist der Blutbär auch kein Wesen mit großen Pranken, Fell und viel Masse, nein im Gegenteil: Der Jakobskraut- oder Blutbär ist ein zartgebautes Wesen, und zwar ein rot-schwarzer Schmetterling. Thomas Ruckstuhl beschreibt diesen Tagfalter als auffälligen Falter, der in ganz Europa vorkommen kann und besonders steppenartiges Gelände bevorzugt. Dabei benötigt dieser Schmetterling das Jakobskraut, von dem ich bereits in meinem Fotogenen Umweltpädnetblog berichtete:

http://www.fotogenes.umweltpaed.net/2007/07/04/krautiges

Immerhin ist jetzt klar, dass der rotschwarze Jakobskrautbär seinen Namen zur Hälfte auch seiner Futterpflanze verdankt. Als Puppe überwintert dieser und ist als Raupe momentan fast überall dort zu entdecken, wo das gelbe Kraut wächst. Als ich die Raupen dieses Jahr zum erstenmal entdeckte, war ich sehr darüber erstaunt, dass mir diese schwarz-gelbe (Borussia Dortmund lässt grüßen) Raupe bisher noch nicht aufgefallen ist. Sie ähnelt übrigens sehr der Raupe der Erlen-Rindeneule, die aber im Gegensatz zu den fotografierten Tieren kräftige, schwarze Fühler besitzt.

Hier folgen nun einige Fotos dieser schön-gefärbten Raupe, die offensichtlich keine Einzelgängerin ist. Heiko Bellmann weist in seinem Buch darauf hin, dass diese Art durch die Bundesartenschutzverordnung in Deutschland besonders geschützt ist (vgl. BELLMANN: 1999, S. 374).

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Schwarz-gelbe Grüße, ;-)

Silvio Ströver

Benutzte Literatur:

Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Insektenführer. Über 1400 Fotos. Extra: Die wichtigsten Spinnentiere. (Kosmos Naturführer)
Stuttgart: Kosmos Verlag, 1999, S. 374- 375.

Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Bestimmen, kennenlernen, schützen. 550 Naturfarbfotos vom Autor.
Bindlach: Gondrom Verlag, Lizenzausgabe, 2002, S. 179.

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